Classic Days 2023 – Teil 2

Das Programmheft gibt es hier auch als ePaper.

Aus dem Fundus der fast 500 Fotos von der Veranstaltung werden an dieser Stelle noch weitere Fahrzeuge kurz präsentiert:

Morris Eight Racer FV-101-GY

Der Morris Eight war ein Kleinwagen, dessen Konstruktion durch den Verkaufserfolg des Ford Y angeregt wurde. Der Erfolg dieses Autos brachte Morris zurück auf Platz 1 der britischen Autohersteller.

Das Auto wurde von einem seitengesteuerten 4-Zylinder-Motor der Morris-UB-Serie mit 918 cm³ Hubraum angetrieben, der mit 3 Kurbelwellenlagern und einem einzelnen SU-Vergaser eine Höchstleistung von 23,5 bhp (17,3 kW) ablieferte. Das Getriebe hatte 3 Gänge, wovon die oberen beiden synchronisiert waren. Der Wagen hatte hydraulische Bremsen und eine 6-Volt-Elektroanlage.

Die Karosserie (entweder Limousine oder offener Tourenwagen) war auf einem separaten Fahrgestell mit einem Radstand von 2286 mm montiert. Der Tourer erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 93 km/h und verbrauchte ca. 6,25 l/100 km, die Limousinen waren etwas langsamer. Der verchromte Kühlerrahmen und der Wabenkühlergrill waren Attrappen; der eigentliche Kühler war dahinter versteckt. Die Verkaufspreise reichten von GBP 120 für den zweisitzigen Tourenwagen in Grundausstattung bis GBP 142 für die 4-türige Limousine mit „Sunshine“-Dach und Ledersitzen. Stoßfänger und Blinker kosteten 2 GBP 10 Shilling Aufpreis.

Die Bezeichnung Serie I wurde ab Juni 1935 zusammen mit anderen Morris-Modellen benutzt. Von den 164.102 gebauten Autos waren ca. 24.000 Tourenwagen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Morris_Eight

Bentley 3.5 Litre Park Ward Sports Saloon 1934

Der Bentley 3 ½ Litre war ein Pkw-Modell des Herstellers Bentley. Es war das erste neue Bentley-Modell seit der Übernahme des Unternehmens durch den Konkurrenten Rolls-Royce. Die Fahrzeuge entstanden aus den zwischen 1933 und 1937 von Bentley angebotenen Fahrgestellen und Karosserieaufbauten verschiedener Karosseriebauunternehmen; Arnold of Manchester etwa stellte mehrere Karosserien mit aerodynamisch gestalteten Heckpartien her, und Gurney Nutting fertigte zahlreiche halboffene Sedanca-Versionen. Ab 1936 wurde, basierend auf dem gleichen Fahrgestell, das Schwester-Modell 4 ¼ Litre angeboten, das das 3 ½-Litre-Modell nach 1937 komplett ersetzte und noch bis 1939 gebaut wurde. Die Fahrzeuge wurden von Bentley als „the silent sports car“ beworben, später wurden sie wegen des damaligen Produktionsstandorts auch als Derby-Bentleys bezeichnet. Als Nachfolger wurde 1939 das Modell Bentley Mark V eingeführt.

Der 3 ½ Litre war das erste Bentley-Modell, das nicht mehr von einer Variation des 3-Liter-Motors mit obenliegender Nockenwelle (OHC) angetrieben wurde. Stattdessen wurde auf den Motor des Rolls-Royce 20/25 hp (OHV-Ventilsteuerung mit seitlicher Nockenwelle) zurückgegriffen, welcher für den Einsatz im Bentley jedoch deutlich überarbeitet und in der Leistung gesteigert wurde. Verbaut wurde der Motor in einem ausgiebig erprobten Fahrgestell für ein nicht in Serie gegangenes Rolls-Royce-Modell mit kompressorgeladenem 2 ¾-Liter-Motor.

Ab 1936 wurde die Variante 4 ¼ Litre angeboten, bei der für 50 £ Aufpreis der überarbeitete Motor des Rolls-Royce 25/30 hp in das 3 ½-Litre-Chassis eingebaut wurde. Dessen Verkäufe überflügelten schnell die Absatzzahlen des Grundmodells, sodass dieses ein Jahr später eingestellt wurde. Bis dahin entstanden 1177 Fahrgestelle des Bentley 3 ½ Liter, der 4 ¼ Litre wurde 1234 Mal bis zur Produktionseinstellung 1939 hergestellt. Auch hier wurden die meisten Fahrgestelle von den etablierten britischen Karosserieherstellern eingekleidet. Auf dem Kontinent war unter anderem der belgische Hersteller Vesters & Neirinck von Bedeutung, der mindestens elf Karosserien lieferte.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bentley_3_%C2%BD_Litre

Rolls Royce Phantom 1927

Der Rolls-Royce 40/50 H.P. Phantom I, auch New Phantom genannt, wurde vom britischen Automobilhersteller Rolls-Royce 1925 als Nachfolger des Modells Silver Ghost vorgestellt. Wie sein Vorgänger Silver Ghost wurde der Phantom I sowohl in Großbritannien als auch in den USA gebaut, wobei das US-Modell ein Jahr später vorgestellt und zwei Jahre länger produziert wurde.

Eine wichtige Verbesserung gegenüber dem Silver Ghost war der neue Reihensechszylindermotor mit hängenden Ventilen. Die mit dem Kurbelgehäuse verschraubten Zylinder (Bohrung × Hub = 107,9 mm × 139,7 mm) waren paarweise zusammengegossen und hatten abnehmbare Zylinderköpfe. Der langhubige Motor hatte einen Hubraum von 7668 cm³ und war mit 95 PS (70 kW) bei 2750 min−1 leistungsfähig genug, um den schweren Wagen angemessen zu bewegen. Der Wagen erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h. Ab 1928 wurden die Zylinderköpfe aus Aluminium anstatt Gusseisen gefertigt. Motor und Getriebe waren mit einer Einscheiben-Trockenkupplung verbunden.

Die britische Version war mit einem Vierganggetriebe ausgestattet, während die US-Modelle nur drei Gänge hatten. Die Kraft wurde über ein Kardangelenk und eine in einem Rohr laufende Welle auf die Hinterachse übertragen. Die Vorderachse war an halbelliptischen Blattfedern aufgehängt, die Hinterachse an Auslegerfedern. An allen vier Rädern wurden servounterstützte Trommelbremsen eingebaut außer bei frühen in den USA gefertigten Fahrzeugen, die ohne Vorderradbremsen geliefert wurden.

US- und britische Versionen unterschieden sich im Radstand – beide gab es mit 3645 mm, aber bei der britischen Version betrug der lange Radstand 3823 mm, während beim US-Modell nur 3721 mm realisiert wurden. Die britischen Ausführungen wurden in der Rolls-Royce-Fabrik in Derby gebaut, die US-Ausführungen entstanden in Springfield (Massachusetts).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rolls-Royce_Phantom_I

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