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Die Firma Kleinschnittger in Arnsberg in Westfalen wurde 1949 von Paul Kleinschnittger gegründet. Finanziert wurde das Unternehmen zu einem Gutteil von Walter Lembke aus Hamburg.

Bereits 1939 hatte Kleinschnittger in Norddeutschland mit Entwicklungsarbeiten für ein Automobil begonnen und ein Fahrgestell vor allem aus alten Flugzeugteilen hergestellt. Während des Krieges ruhte die Entwicklung, aber schon Ende der 1940er Jahre war ein erster Prototyp fertig. Die Kotflügel stammten von einem Motorrad und die Windschutzscheibe aus Plexiglas aus alten Militärflugzeugen. Der erste Prototyp hatte einen 98-cm³-DKW-Motor im Heck. Trotz erheblicher Sicherheitsmängel (nur ein Scheinwerfer, fehlende Winker) erhielt das Kleinstfahrzeug die Betriebserlaubnis des Straßenverkehramtes Niebüll.

Allerdings war der Typ 98 für die Serienreife nicht geeignet und Kleinschnittger entwarf innerhalb weniger Monate ein fast gänzlich neues Fahrzeug. Die ursprüngliche Stahlblechkarosserie wurde durch Aluminium ersetzt und auf einen leichten Zentralrohrrahmen gesetzt. Der Kleinwagen erhielt einen Einzylinder-Zweitaktmotor mit 125 cm³ Hubraum von den ILO-Motorenwerken in Pinneberg. Mit (zuletzt) 6 PS Höchstleistung erreichte der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h.

Genügten die Kleinstwagen den Ansprüchen der Nachkriegsgesellschaft, stiegen bereits in den 1950er Jahren im Zuge des Wirtschaftswunders die Ansprüche des Publikums und Kleinschnittger bemühte sich um den Bau eines größeren Fahrzeugs mit mehr Komfort und höherer Leistung.

1957 wurde die Produktion des Typs 125 eingestellt und der Typ F 250 produziert. Dabei handelte es sich um ein in Schalenbauweise gefertigtes dreisitziges Coupé. Es hatte einen 250-cm³-Parallelzweizylinder-Zweitakt-Motor von ILO (14,8 PS Höchstleistung bei einer Drehzahl von 6000/min und hatte auch einen Rückwärtsgang. Aber der erhoffte Erfolg blieb aus und es wurden nur 26 Exemplare produziert. Das Unternehmen geriet rasch in die Krise und im August 1957 in den Konkurs. Das letzte Exemplar vom Typ 125 stellte Kleinschnittger 1961 aus Ersatzteilen her...

Source: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinschnittger



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